Ennser Firma zahlte archäologische Grabung

GF Karl Landl: „Wir stehen zu unserer kulturellen
Verantwortung für Enns-Lauriacum“
 


Broschuere_Enns_2015.pdf
Es hatte der Initiative des Ennser Traditionsunternehmens BÜSSCHER & HOFFMANN bedurft, dass die letzten Zweifel über den Standort des österreichweiten LIMES-Informationszentrums nur Enns-Lorch sein kann, stellte der Ennser Bundesrat Prof. Gottfried Kneifel am „Tag der offenen Ausgrabung“ auf dem Firmengelände in der Fabrikstraße fest.
Das Unternehmen will investieren, musste aber vorerst die rund 12.000 m² große Erweiterungsfläche - auf eigene Kosten - archäologisch ergraben und wissenschaftlich erforschen. Kneifel dankte dafür im Auftrag von LH Dr. Josef Pühringer Geschäftsführer DI Karl Landl und der Unternehmensgruppe Kwizda.


Die Firma Büsscher & Hoffmann hat für diese Grabung nicht nur fast 200.000 Euro investiert, sondern die wissenschaftlichen Ergebnisse kürzlich am „Tag der offenen Ausgrabung“ der Ennser Bevölkerung präsentiert. Dabei konnten der Kustos des Ennser Museums Dr. Reinhard Harreither und Grabungsleiter Mag. Roman Igl rund 600 Personen, davon 350 Schülerinnen und Schüler aus Enns und den Nachbargemeinden, durch den „Archäologiepark“ führen. Vom OÖ. Landesmuseum war Direktorin Dr. Gerda Riedler und Archäologe Dr. Stefan Traxler bei der derzeit größten archäologischen Grabung Österreichs vertreten. Besondere Attraktionen waren der etwa 160 Meter lange Abschnitt einer Straße durch die Zivilstadt Lauriacum und Beispiele römischer Bautechnik sowie die Funktionsweise römischer Zentral-Heizungssysteme. Begeistert waren die Besucherinnen und Besucher auch von der Fülle des Fundmaterials wie Münzen, Keramik, Fibeln, kosmetischen und ärztlichen Instrumenten und vielen Gebrauchsgegenständen aus Metall.
Auch die beiden Vizebürgermeister DI Manfred Scherzinger (SP) und Ing. Manfred Voglsam (VP) waren sich einig, dass diese Grabung in der Fabrikstraße ein guter Auftakt für die Vorbereitungen zur OÖ Landesausstellung 2018 zum Thema "Die Römer am Donaulimes" ist. Die Vorbereitungen zur Einreichung des Projektes "UNESCO-Welterbe Donaulimes in Österreich und Bayern" laufen auf Hochtouren, wie die Vertreter des Landesmuseums berichteten. Es sei erfreulich, dass es Betriebe wie die Firma Büsscher & Hoffmann gibt, die ihre kulturelle Verantwortung gegenüber dem römischen historischen Erbe so vorbildlich wahrnehmen, betonte BR Kneifel.
v.l.n.r.:
Maximilian Homolka, MBA (TSE GmbH), Vzbgm. Ing. Manfred Voglsam (VP), Vzbgm. DI Manfred
Scherzinger (SP), Dr. Reinhardt Harreither (Museum Lauriacum), Bundesrat Prof. Gottfried Kneifel,
Bmstr. DI Karl Landl (Büsscher & Hoffmann GmbH), Dir. Dr. Gerda Ridler (OÖ. Landesmuseum),
Dr. Stefan Traxler (OÖ. Landesmuseum) und Mag. Roman Igl (Archäologie Service/ARDIG) bei
der Eröffnung
v.l.n.r.:
Dr. Reinhardt Harreither (Museum Lauriacum), Bmstr. DI Karl Landl (Büsscher & Hoffmann GmbH),
Bundesrat Prof. Gottfried Kneifel, Zorica Eremija und Veronika Amstler beim Besichtigen der Aus-
grabungen
v.l.n.r.: Bmstr. DI Karl Landl (Büsscher & Hoffmann GmbH), Bundesrat Prof. Gottfried Kneifel und Dr. Reinhardt Harreither (Museum Lauriacum) im Archäologiepark
Joachim Thaler (li.) und Mag. Roman Igl (beide ARDIG) bei der Führung einer Schulklasse durch
den Archäologiepark




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